Partnerstadt

Zahlen und Fakten zur Partnerstadt
Cluj Napoca - so die rumänische Bezeichnung für Klausenburg - liegt im Nord-Westen Rumäniens und befindet sich in der Mitte von Siebenbürgen. Mit einer Fläche von rund 180 Quadratkilometern zählt sie zu den größten Städten des Landes. In Cluj Napoca, der Hauptstadt des Kreises, leben heute über 400.000 Menschen. Mit über zehn praktizierten Religionen verfügt Klausenburg über eine große religiöse Vielfalt, wobei die Mehrzahl der Einwohnerinnen und Einwohner dem orthodoxen Glauben angehören. 23 Prozent der Klausenburger Bürgerinnen und Bürger sind ungarischer Abstammung, was die Stadt zum Mittelpunkt der in Rumänien lebenden Ungarinnen und Ungarn macht, die ansonsten eine Minderheit darstellen. Menschen deutscher Abstammung machen etwa 2 Prozent der Bevölkerung aus. Neben der offiziellen Landessprache rumänisch, die zu den romanischen Sprachen zählt, sind in Klausenburg auch die Sprachen der Minderheiten zu hören. Die Stadt am Ufer des Somesul Mic Flusses liegt in einer reizvollen Landschaft, die durch Berge, Wälder und großen Wasserreichtum geprägt ist. Das kontinental-gemäßigte Klima beschert Cluj Napoca heiße Sommer und kalte Winter.

Kultur und Sehenswertes
Die Kölner Partnerstadt, die auch als das "Herz von Transsilvanien" bekannt ist, bietet eine breite kulturelle Vielfalt. Die Theater „Teatrul National“ und „Teatrul Maghiar“ stehen in der langen Theatertradition der Stadt. Klausenburg ist bekannt für seine sehr aktive und breit gefächerte Kunstszene, was sich u.a. in der großen Zahl von Festivals und Wettbewerben niederschlägt. Eine feste Institution sind zum Beispiel das Mozartfestival sowie das Literaturfestival zur Erinnerung an den Dichter und Philosophen Lucian Blaga. Die rumänische Stadt ist, ähnlich wie Köln, ein Mekka für Museumsbesucher. Neben dem Kunst- und Literaturmuseum ist das Muzeul National de Istori a Transilvaniei ein Besuchermagnet. Es präsentiert mit seinen kulturhistorischen Beständen die Geschichte Transsilvaniens.
Klausenburg ist eine wichtige Universitätsstadt. Neben sechs staatlichen Universitäten gibt es mehrere private Hochschulen. Die rund 70.000 Studierenden prägen nicht nur das Stadtbild, sondern auch das lebendige und vielfältige Freizeitangebot.
In Klausenburg sind alle in Europa dominierenden Baustile vom Mittelalter bis zur Neuzeit vertreten. Besonders bekannt sind die Paläste Banffy aus dem 18. Jahrhundert und Teleki, im Stil der Neoklassik erbaut. Die zahlreichen Kirchenbauten sind vor allem wegen ihrer Kunstschätze sehenswert. Besonders hervorzuheben ist die römisch-katholische Michaelskirche aus dem 14. Jahrhundert, das größte Gotteshaus dieser Art in Transsilvanien.
Geschichte
Klausenburg kann als ehemaliges Zentrum romanischer Kultur auf eine 2.000-jährige Geschichte zurückblicken. Im Jahre 106 nach Christus wird sie zur römischen Kolonie, die bald darauf zur Hauptstadt Dacia Porolisensis ernannt wird. In dieser Zeit beginnt die Romanisierung von Sprache und Kultur. In den folgenden 500 Jahren übernehmen Goten, Hunnen, Bulgaren, Awaren, Petschenegen, Komanen und Tataren die Herrschaft.
Nach der Invasion der Tataren im Jahre 1241 siedeln sich Sachsen in der römischen Festungsanlage Clausenburg an. 1317 erhält Clausenburg die Stadtrechte. Im Mittelalter entwickelt sie sich mit 5.000 Einwohnern zu einem bedeutenden Zentrum.
In den darauffolgenden Jahrhunderten wird die Region zu einem Einwanderungsland, so lassen sich im 16. Jahrhundert vor allem Ungaren dort nieder. Im 17. Jahrhundert weiteten die Österreicher ihre Gebietsansprüche auf Ungarn und Siebenbürgen aus. Während der österreichischen Herrschaft wird Klausenburg Regierungssitz. Die hohen Steuerabgaben an die Österreicher führen letztlich zu Emanzipationsbestrebungen, die in der Revolution von 1864 münden. Drei Jahre später wird Klausenburg unter dem Namen Koloszvar Teil des Königreichs Ungarn.
Seit 1918 ist Klausenburg rumänisch. In den Jahren 1940-1946 wird die Stadt abermals ungarisches Machtgebiet. 1974 erhält sie eine weitere Umbenennung: seitdem heißt die Stadt Cluj-Napoca. Neben einer 2.000-jährigen Geschichte und der Flussnähe ist die Bedeutung beider Städte für Wirtschaft, Kultur und Bildung ein verbindendes Element.

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